HPV Impfung
In letzter Zeit erreichen uns immer wieder Anfragen betreffend die "Impfung gegen Krebs".
Wir möchten auf diesen Seiten versuchen, die dringendsten Fragen unserer Patientinnen zu beantworten.
HPV - was ist das ?Die ImpfungFragen und AntwortenAktuell (19.1.2008): Durch Pressemeldungen der letzten Tage werden viele Patientinnen verunsichert. Es gibt nun in Österreich 3 Fälle, wo nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass Zusammenhänge zwischen HPV Impfung und schweren Nebenwirkungen bestehen.
Dazu muß man folgendes wissen: Gerade in der Einführungsphase eines neuen Medikamentes und besonders einer neuen Impfung werden aus Sicherheitsgründen alle Ereignisse und Zwischenfälle im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung aufs genaueste registriert.
Das zeitliche Zusammentreffen beweist allerdings in den wenigsten Fällen, dass das Ereignis oder die Erkrankung durch die Impfung ausgelöst wurden. Im Gegenteil: trotz nun schon relativ weit gediehenen Untersuchungen gibt es weiterhin keinen Hinweis auf ein Risiko, das von der Impfung ausgeht. Es ist einfach häufig der Zufall im Spiel. Das Wirkprinzip der Impfung (keine aktiven Viren, sondern virusähnliche Eiweisspartikel) läßt eine Gefährdung der Frauen weiterhin unwahrscheinlich erscheinen.
Update 1.2.2008: Neue Meldungen gehen davon aus, dass es zwischen dem Fall einer akuten Gehirnentzündung und der Impfung doch einen Zusammenhang gegeben haben könnte. Diese Erkrankung ist allerdings nicht nur bei der HPV Impfung möglich, sondern bei allen Impfungen die Aluminiumsalze enthalten. Die wissenschaftliche Diskussion ist weiter im Gange und wir bleiben am Ball.
Die Entscheidung für oder gegen eine Impfung soll inzwischen weiterhin nach ausführlicher Abwägung des Für und Wider gemeinsam mit Ihrem Arzt erfolgen.
Siehe auch:
Österreichische Gesellschaft für Kinder - und Jugendheilkundeund
Europäische Zulassungsbehörde für Medikamente (englisch)
Weiters eine
Stellungsnahme der österreichischen Fachgesellschaft für FrauenheilkundeUpdate 1.3.2008: Der Medienrummel um die HPV Impfung ist vorüber. Es gibt weiterhin keinen Hinweis darauf, dass die Impfung für ernste Schäden oder gar Todesfälle verantwortlich wäre.
Die Beurteilung wie unten bleibt weiterhin unverändert aufrecht.
Zusammenfassend:
Beide nun schon länger zur Verfügung stehenden Impfungen gegen HPV Viren sind weiterhin sicher und empfehlenswert für junge Mädchen / Frauen von 9 bis 15 Jahren. Die Impfung sollte, wenn möglich, erfolgen, bevor die jungen Frauen sexuell aktiv werden.
Erwachsene Frauen profitieren zwar auch von der Impfung, weil diese auch hier die Häufigkeit von HPV bedingten Veränderungen verringert. Dieser Effekt ist aber in dieser Altersgruppe geringer als bei jungen Mädchen, die noch keinen Kontakt mit dem HPV Virus hatten.
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